Aktuelles

Bixlsammler und Holznarr

Mittwoch, 03. August 2016

 In drei  Vitrinen ist ein nur kleiner Teil der wertvollen Tabakgläser Sammlung des 1939 geborenen Bamberger Maschinenbauingenieurs, Walter Hornung, zu bewundern. Die Vitrinen enthalten Exponate um 1900, historische Gläser; um 2000 die „Gletscherprise Glaskunstpreis“-Gläser; und den Werdegang der ererbten Dose ab 1920, bzw. eigene Entwürfe, wo Holz und Glas dominieren. Zur Eröffnung der Ausstellung, die man als Highlight und Abschluss des Tages der offenen Tür anlässlich der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum des Waldgeschichtlichen Museums anberaumt hatte (GA berichtete),waren u. a. Josef Fruths Witwe und dessen Sohn gekommen, auch weitere Künstler, die Hornung helfen, seine Vorstellungen umzusetzen. Überhaupt zeigte sich Hornung, der erst 1981 mit Glas und Sammlerleidenschaft in Berührung gekommen, vom großen Interesse an seiner kleinen Ausstellung überwältigt. Die in den Saal des Museums strömenden Besucher wollten nicht allein dem Initiator und Eigentümer die Ehre erweisen, sondern auch dem Holznarr, der schafft, symbiotisch das Holz verbindet mit dem Glas, feinste Handarbeit, ausgefallenste Holzarten verwendet für Böden und Deckel der Tabakgläser. Im Bayerischen Wald gibt es nur noch einen Glasmacher, der Tabakgläser in ihrer typischen Form herzustellen vermag, und die bekannten Bayerwaldkünstler haben sie veredelt, bemalt, graviert, geschliffen. Diese Objekte aus der eigenen Sammlung, ergänzte Hornung mit Holzböden und -decken. Einmal orderte er für einen Stöpsel eigens ein passendes Tabakglas. Denn Hornungs Devise ist, dass man als Liebhaber der Tabakdosen gar nicht schnupfen brauche, nur liebhaben solle man sie. Die Laudatio hielt Karl Heinz Reimeier. Hornung war bei seinem Großvater aufgewachsen. Er war für ihn Vorbild, „Lebensfigur“ und „der erste Umweltschützer“. Ihn habe er, bevor er mit 91 Jahren verstarb, um Spazierstock, Gebetbuch, Schusterbank gebeten, und jene Schnupftabakdose aus Birkenrinde,die für die Sammelleidenschaft schicksalhaft den Grund legen sollten. Da Hornung zunächst sein Sammeln nicht spezifisch genug erscheinen wollte, so kreierte er immer komplexere Arbeiten aus edlen, seltenen Hölzern, wie auch aus grobem, verwachsenem Geäst, erwandert auf der Frankenalb. So ist Hornung primär das Bedürfnis zugewachsen, nach einer Harmonie von Holz und Glas zu streben. Dabei wurzeln seine Motive häufig in der Historie seiner Stadt Bamberg, in mythischen Bildern des Bayerwaldes, der Salzsäumer, der Gestalt des Mühlhiasl. Hornung sieht so in Alois Saller aus St. Oswald einen seiner Wegbereiter, der ihm eigenwilligste Impulse in Glas übersetzte. Hornung habe sich einen Namen gemacht, sagte Reimeier, mit „wundervollen Holzschmuck und Intarsienarbeiten, die durch ihre akribische Perfektion und Schönheit bestechen“. Marita Pletter

 

 

 

Ausstellungseröffnung BIXL 2016 mit Fotos von Frank Bietau

Montag, 18. April 2016

BIXL 2016

Mittwoch, 30. März 2016

Sie hat Kultstatus, die BIXL. Bereits zum 16. Mal findet die Schnupftabakglas-Schau des

Vereins Gläserner Winkel heuer statt. AmFreitag war Eröffnung. In der Galerie des Gläsernen Winkels im Werksverkauf-Gebäude vonZwieselKristallglas ist jedes Jahr um Ostern die Zeit der großen Kunst auf kleinen Gläsern. Einmal mehr konnte Franz Straub, Vorsitzender desGläsernenWinkels, vieleGäste zurAusstellungseröffnung begrüßen, die von Veronika Schwarz und Andreas Schmid musikalisch umrahmt wurde: Landrat Michael Adam, Lindbergs Bürgermeisterin Gerti Menigat, Frauenaus 2. Bürgermeister Fritz Schreder, einige Stadträte, Glasfachschul- Chef Hans Wudy, Glaskönigin Andrea Herzog und Gerhard Frank als Vertreter von Zwiesel Kristallglas und AKGlas. Straub wies darauf hin, dass die Situation der Bixl trotz der langen Tradition der Gläser nicht unproblematisch sei. „Es werden weniger Aussteller und weniger Sammler.“ In diesem Zug erinnerte er an den jüngst verstorbenen Münchner Otmar Gollwitzer, der über Jahrzehnte ein großer Sammler und Förderer der hiesigenGlasszene war. Nach den Grußworten von Landrat Michael Adam und Eberhard Kreuzer – ob als Kulturreferent oder nicht, konnte er selber nicht beantworten – begrüßte Glaskönigin Andrea Herzog die Gäste. Sie zeigte sich erfreut, dass einige ihrer Glasfachschulkollegen bei der BIXL ausstellen und kündigte an, sich im nächsten Jahr selbst beteiligen zu wollen. Als Laudatorin hatten die BIXL Organisatoren die Direktorin des Glasmuseums Frauenau, Karin Rühl, gewonnen. Sie spannte den Bogen zur aktuellen Ausstellung im Glasmuseum über den Glasgestalter Josef Welzel. Dort sind unter anderem dessen Repliken antiker römischer Luxusgläser zu sehen. „Welzels antikeVorbilderwaren alle prunkvolle Geschenkgaben, auch für die Kaiser der damaligen Zeit. Natürlich konnte nur ein Glasgestaltermit höchstemtechnischen Knowhow so etwas anfertigen. Ich dachte mir mehrmals in den letzten Tagen:Wenn es zu Zeiten der Römer Schnupftabakgläser gegeben hätte, dann wären sie die schönsten Geschenkgaben gewesen, die eines Kaisers absolut würdig gewesen wären. Die virtuose Bewältigung von üppigster Gestaltung auf kleinster Fläche hätte einemKaiser sicher Freude bereitet“, so Rühl. Gastgeschenke seien nach wie vor aktuell, deshalb sollte man doch aus bayerischer Sicht Ministerpräsident Seehofer und seine Nachfolger dazu bewegen können, die Kleinode aus Glas imStaatsreisegepäck in die ganze Welt zu tragen,meinte sie. Eine sehr interessante Idee, wie Franz Straub fand. Nach dem offiziellen Teil wurden die neuen Kreationen der 26 Aussteller ausgiebig unter die Lupe genommen.Bei insgesamt 160Gläsern gab es viel zu bestaunen, schließlich hatten sich die „Bixl- Macher“, darunter alte Hasen und mehrere Nachwuchskräfte, wieder einiges einfallen lassen. Bei der gewohnt guten Bewirtung durch den GläsernenWinkelwurde noch lange diskutiert und gefachsimpelt.

 

Die BIXL 2016 läuft bis 7. Mai in
der Galerie „Gläserner Winkel“.
Geöffnet Montag bis Freitag von 9
bis 18 Uhr; Samstag 9 bis 16 Uhr.

 

BIXL im Haus der Berge in Berchtesgaden

Mittwoch, 30. März 2016

Am Freitag 01.04.2016 wird im Haus der Berge eine Schnupftabakglas-Ausstellung eröffnet. Veranstaltet wird sie vom Verein Netzwerk-Tabakglas und dem Gläsernen Winkel Bayerischer Wald e. V. mit tatkräftiger Unterstützung vom Nationalpark Bayerischer Wald  mit Wolfgang Bäuml an der Spitze. Die Ausstellung ist bis zum 30.04. 2016 zu sehen. Täglich geöffnet von: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr
Letzter Einlass in die Ausstellung um 16:00 Uhr

BIXL 2015 - Tabakglas-Ausstellung des "Gläsernen Winkel"

Montag, 30. März 2015 bis Samstag, 16. Mai 2015
Zwiesel

Bereits zum 15. Mal findet derzeit die BIXL-Ausstellung des Vereins Gläserner Winkel in der vereinseigenen Galerie im Werksverkauf der Zwiesel Kristallglas AG statt. Die Eröffung wurde wieder von zahlreichen Sammlern, Tabakglas-Freunden, Herstellern und sonstigen Interessierten besucht.

26 Bixlmacher stellen dieses Mal ihre Werke aus. Darunter sind dieses Mal auch einige Neulinge von der Glasfachschule Zwiesel. Sie haben einige interessante und vielversprechende Gläser eingeliefert - ein gutes Zeichen, wenn es um die Zukunft der Tabakgläser geht.

Näheres Zur Vernissage und Ausstellung lesen Sie in nebenstehendem PDF. Es ist der Artikel über die Vernissage, erschienen im Bayerwald-Boten am 30. März 2015.

Wichtige Mitteilung an alle Vereinsmitglieder

Dienstag, 25. Oktober 2011

Am 15. Oktober 2011  - dem Tage der Mitgliederversammlung - ist dem Verein nun die lang erwartete Bescheinigung über die Gemeinnützigkeit des Netzwerk Tabakglas e.V. zugegangen. Das Aktenzeichen des ausstellenden Finanzamts Straubing vom 12.10.2011 lautet 162/110/00175. Die Bescheinigung gilt zunächst bis zum 28.11.2012.

Der Verein fördert die gemeinnützigen Zwecke der Kunst und Kultur gemäß § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 n AO und ist damit berechtigt, Zuwendungsbestätigungen für Spenden und Mitgliedsbeiträge nach den amtlichen Vordrucken gemäß § 50 Abs. 1 EStDV auszustellen.

Wie bei der Mitgliederversammlung angesprochen, werden wir - um Portokosten zu sparen - prüfen, ob die Ausstellung der Zuwendungsbestätigungen auch Online  möglich ist und Ihnen dann umgehend weitere Mitteilung machen.

gez. Holger Freese
1. Vorsitzender

Schaefer-Ausstellungskataloge zum Sonderpreis

Glasmuseum Frauenau

Ab sofort werden im Glasmuseum Frauenau folgende Kataloge zu Ausstellungen der Schaefer-Stiftung zum reduzierten Preis von 7 EUR (statt 14,80 EUR) abgegeben:

Katalog Nr. 3: Bayerische Schnupftabakgläser im frühen 19. Jahrhundert

Katalog Nr. 4: Kunst auf Glas - Die Sammlung Schaufelberger

Katalog Nr. 6: Steingläser - aus der Hexenküche der Alchimisten

Katalog Nr. 8: Alte Schnupftabakgläser in Böhmen

Die Kataloge Nr. 5 "Gläser mit weißen Streimen" und Nr. 7 "Kunst aus Glas - Schnupftabakgläser im Studioglas" sind ausverkauft. Bei dringendstem Bedarf können sich Interessenten an die Museumsleitung wenden.

Schaefer-Bücher werden billiger

Der Morsak-Verlag senkt ab sofort die Preise für die Tabakglas-Bücher von Heiner Schaefer. Künftig sind die Bücher zu folgenden Preisen zu erwerben:

Brasilflaschl & Tabakbüchsl     19,90 Euro

Schnupf, Bruder!     19,90 Euro

Schnupftabakgläser - Kleinodien aus dem Bayerischen Wald     24,80 Euro   

"Gläserspiele": Die Schlees berichten vom Büchslsammeln - eine Bildergeschichte

Vor einiger Zeit hat Holger Freese die Vereinsmitglieder dazu aufgerufen, Geschichten rund um die Tabakgläser und das Sammeln zu erzählen. Dieser Aufruf hat die "3 Schlees" (Horst; Heidi und Dieter) dazu animiert, eine Bixl-Geschichte der etwas anderen Art zu präsentieren. Sie haben eine Fotogalerie zusammengestellt und erzählen uns damit eine unterhaltsame Bildergeschichte. Die zeigt "manchmal ausschweifende Fantasie", und ist manchmal "abschweifend in Erinnerungen", wie Horst Schlee sagt.

Heiner Schaefer legt 4. Band seiner Tabakglas-Reihe vor: "Neues vom Tabakglas"

"Neues vom Tabakglas" präsentiert Heiner Schaefer in seinem jüngsten Buch, dem mittlerweile vierten Band seiner Buch-Reihe über Tabakgläser. Trotz der umfangreichen Vorgänger-Bände ist es Heiner Schaefer gelungen, bisher noch wenig beleuchtete Aspekte rund um das Schnupftabakglas darzustellen. Auf 230 Seiten mit über 400 Farbbildern widmet er sich u.a. der Entwicklung von Tabakgläsern in Bayern und China, dem Schnupftabak in Holland, Südamerika, Spanien, Polen und Ostafrika sowie der industriellen Fertigung von Tabakgläsern, dem Thema der aktuellen Ausstellung. Eng damit zusammen hängt der nächste Gliederungspunkt: Bayer. Schnupftabakhersteller und ihre Reklamegläser. Des Weiteren beschäftigt sich der Autor Heiner Schaefer mit Tabakglas-Verschlüssen und Glashütten im Bayerischen Wald 1997-2012. Abschließend stellt er 28 Glaskünstler vor. Den Schluss des Buches bildet ein umfangreicher Bildkatalog von ca. 150 alten Flaschen aus Metall, Holz und natürlich Glas.

"Neues vom Tabakglas" ist im Museumsshop des Glasmuseums Frauenau und in der Bücherbar in Zwiesel erhältlich. Außerdem ist es über den Verein der Freunde des Glasmuseums Frauenau zu beziehen. 

Näheres unter "Literatur"

Seiten